Resettlement

Weltweit sind derzeit 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Ein Großteil der Flüchtlinge flieht innerhalb des eigenen Landes oder in die Nachbarstaaten. Häufig leben die Flüchtlinge in Lagern ohne Ausblick auf baldige Rückkehr in ihre Heimat noch auf eine menschenwürdige Lebensweise und Perspektive. Eine Flucht nach Europa ist lebensgefährlich, da es kaum sichere und legale Zugangswege für Flüchtlinge gibt. Die Folge? Viele Menschen nehmen beim Versuch in die EU zu gelangen große Gefahren auf sich. Viele Menschen ertrinken bei dem Versuch, über das Mittelmeer zu gelangen – wer den Landweg wählt, wird an den EU-Außengrenzen oft misshandelt oder ohne Prüfung von Asylgründen zurückgeschickt. Der UNHCR entwickelte aus diesem Grund das Resettlement-Programm, um besonders schutzbedürftige Geflüchtete in einem zur Aufnahme bereiten Drittstaat ein Leben in Frieden und Würde zu ermöglichen. 2008 gründete sich die bundesweite Save me-Kampagne, um von Deutschland die Teilnahme am UNHCR Resettlement-Programm zu fordern. Mit Erfolg, denn seit 2012 nimmt Deutschland aktiv daran teil, allerdings nur mit 500 Plätzen pro Jahr. Darum wird aktuell der Ausbau des Kontingents gefordert. Neben der Aufnahme stehen die Themen Stärkung der Rechte und Förderung der Integration von Resettlement-Flüchtlingen im Zentrum der bundesweiten Kampagne.